Geschichte
von Bettles
Bettles, 35 Meilen nördlich des Polarkreises
gelegen, ist bekannt als Ausgangspunkt für Trips in die Brooks Range, den Gates
of the Arctic Nationalpark, ins Noatak National Preserve oder in den Kobuk
Valley National Park.
1898, während dem letzten grossen Goldrush in
Alaska, gründete Gordon Bettles Bettles. Gordon, der wie sein Freund
Jack London ein Zeitungsreporter war, baute am Zusammenfluss von John River und
Koyukuk River eine Versorgungsstelle auf. Grosse Dampfschiffe brachten zu dieser
Zeit Goldgräber, Nahrungsmittel und andere Ausrüstungsgegenstände über den
Yukon und Koyukuk bis nach Bettles hinauf. Von hier her mussten die Goldgräber
mit Pferdestärken die letzten 100 Meilen nördlich hinauf zu den Goldfeldern am
Middle Fork Koyukuk River zurücklegen. Mit dem Ende des Goldrush und dem
Aufkommen von Flugzeugen als Transportmittel, zog die ganze Gemeinschaft 6
Meilen flussaufwärts, wo die Landepiste für Flugzeuge gebaut wurde.
1970 anerkannte der Kongress der USA die
Einzigartigkeit der Brooks Range und setzte 8.5 Millionen Acre unter Schutz.
Gates of the Arctic National Park and Preserve wurde nach dem Biologen Robert
Marshall benannt. Der Gates of the Arctic Nationalpark ist 5ma
l grösser als der
Yellowstone und ist ein weltweit einzigartiges Oekosystem. In diesem Park liegen
auch die Arrigetch Berge, eine spektakuläre Granitformation. Arrigetch ist ein
Wort in Athabaskischer Sprache und bedeutet "eine ausgestreckte Hand".
Arrigetch ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und auch für Rundflüge.
Nadelwald und Birken sind hier hauptsächlich vertreten. In beiden
Gebieten werden sie atemberaubende Wildnis antreffen und geniessen können.
Auf Touren durch dieses Gebiet werden oft
Dallschafe, Grizzlybären, Elche und Karibus erspäht. Auch kleinere Säugetiere
wie Wölfe, Füchse, Vielfrasse, Luchse und Marder können vielfach gesehen
werden. Im Herbst ziehen riesige Karibuherden von ihren Sommerplätzen in der
North Slope in den Süden der Brooks Range, wo sie den Winter verbringen. Die
Herde umfasst etwa 500000 Tiere und es ist wohl eines der spektakulärsten
Erlebnisse, wenn man das Glück hat, eine mehrere Hundert oder gar Tausende
Tiere umfassende Herde auf ihrer
Wanderung beobachten zu können. Oft können
auf Wölfe und Bären beobachtet werden, die diesen Herden folgen und sich von
den schwächeren Tieren ernähren.
Auch Vogelbobachtungen können in der Brooks
Range gemacht werden. Viele Zugvögel wandern hierher, um im Sommer ihren
Nachwuchs in dieser Gegend gross zu ziehen. Trompetenschwäne, Kraniche, Kanadagänse
sind nur einige dieser Vögel, die hier zu beobachten sind.
Mit dem Eintreffen des Winters werden hier oben
die Tage kürzer und die Tierwelt bereitet sich auf die kalte Jahreszeit vor.
Die Bären beziehen ihre Höhlen für den Winterschlaf und die Zugvögel
verabschieden sich und ziehen südwarts. Die Brooks Range gilt als "Arktische
Wüste" und der durchschnittliche Schneefall beträgt nur etwa 15cm.
Zwischen Dezember und März beträgt die durchschnittliche Temperatur -20 Grad
Celsius. Bettles liegt im Zentrum eines Gürtels, an dem sich die bekannten
Nordlichter bewegen. Und mit einem Durchschnitt von nur 10 bewölkten Tagen pro
Monat, ist die Chance ausserordentlich gut, diese mystische Erscheinung am
Himmel beobachten zu können. Auch die Universität von Alaska hat ihre
Nordlichtbeobachtungsstation in Bettles. Um im Winter durch die Landschaft
streifen zu können, steigt man nun um auf Schneemobile und Hundeschlitten.
Einzigartig ist es, wenn man im Winter bei absoluter Stille die Nordlichter über
sich tanzen sieht.
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